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Der Verrückte Deutsche, der Amerika erobern wollte - 23 Jahre OLIVEDA (seit 23. August. 2003)

Der Verrückte Deutsche, der Amerika erobern wollte - 23 Jahre OLIVEDA (seit 23. August. 2003)

Wer geht in die USA, um den amerikanischen Markt zu erobern, ohne Englisch zu sprechen?
Wahrscheinlich nur jemand, der verrückt genug ist.
Ich war es.
Jeder, der noch eine Aufzeichnung unseres ersten Synergy Calls besitzt, weiß, wovon ich spreche.
Mein Englisch war nicht schlecht.
Es war praktisch nicht vorhanden.
Ich glaube, es war 2016, als ich in Los Angeles eine Anzeige aufgab:
Assistentin gesucht.
Aber nur, wenn sie auch Deutsch spricht.
Auf diese Anzeige meldete sich Seta.
Mehr als zehn Jahre später ist sie noch immer dabei.
Unsere ersten Bewerbungsgespräche führten wir in einem meiner Lieblingshotels in Los Angeles, dem Casa del Mar.
Ich sprach Deutsch.
Seta übersetzte alles ins Englische.
So begann unser amerikanisches Abenteuer.
Nicht mit einem großen US-Team.
Nicht mit einer amerikanischen Agentur.
Nicht mit einer perfekten Präsentation.
Sondern mit einem Deutschen, der Amerika erobern wollte, aber kein Englisch sprach – und mit Seta, die dafür sorgte, dass ihn überhaupt jemand verstand.

Dann kam Venice Beach

2019 zog ich in mein Haus in Venice Beach.
Im November veranstalteten wir dort unser erstes Influencer Event.
Unser Plan war klar: Wir wollten den amerikanischen Markt so aufbauen, wie wir zuvor Europa aufgebaut hatten.
Mit Retail.
Mit Influencern.
Mit ausgewählten Spas und Kosmetikerinnen.
Es war ein vernünftiger Plan.
Dann kam Covid.
Plötzlich war nichts mehr vernünftig.
Die Welt schloss ihre Türen. Spas machten zu. Kosmetikstudios kämpften ums Überleben. Niemand wusste, was in einigen Wochen oder Monaten passieren würde.
Wir versuchten trotzdem, Oliveda über Spas und Kosmetikerinnen aufzubauen.
Aber es war die komplett falsche Zeit.
Keine Kosmetikerin investiert während einer existenziellen Krise in eine neue Marke, die kaum jemand kennt.
Wir konnten noch so sehr an unsere Produkte glauben.
Der Markt war nicht bereit.
Also mussten wir wieder alles infrage stellen.
Nicht die Produkte.
Nicht die Olivenbäume.
Den Weg zum Menschen.

Dann entdeckte ich Direct-to-Consumer

Ich lernte Direct-to-Consumer kennen.
Zum ersten Mal verstanden wir, dass wir nicht darauf warten mussten, bis ein Händler, ein Spa oder eine Kosmetikerin uns die Tür zum amerikanischen Markt öffnete.
Wir konnten selbst durch diese Tür gehen.
Direkt zu den Menschen.
2022 trafen wir die Entscheidung.
Wir würden Amerika vollkommen anders aufbauen.
Nicht über die Strukturen, die bereits existierten.
Sondern über eine neue Bewegung von Waterless Beauty Consultants.
Oder besser gesagt:
Von Pionieren.
Anfang 2023 veröffentlichten wir eine Pressemitteilung, die viele wahrscheinlich für vollkommen größenwahnsinnig hielten.
Wir schrieben, dass wir innerhalb der ersten 18 Monate mehr als 30.000 Waterless Beauty Consultants aufbauen würden.
Wir hatten damals keine 30.000.
Wir hatten eine Garage.

Die Garage von Venice Beach

Dann ging es los.
Seta.
Beatrice.
Jaqueline.
Maria.
Und ich.
In einer Garage in Venice Beach.
Am Anfang kamen 40 Bestellungen am Tag.
Wir packten sie selbst.
Dann wurden es 100.
Dann 200.
Dann 500.
Die Garage wurde zum Büro.
Zum Lager.
Zur Packstation.
Zur Kommandozentrale.
Überall standen Produkte, Kartons, Verpackungsmaterial und Bestellungen.
Wir arbeiteten aus der Garage.
Wir packten in der Garage.
Wir wuchsen in der Garage.
Dann kamen 1.000 Bestellungen am Tag.
Die Garage war am Ende.
Also zogen wir in unser erstes Warehouse.
Doch auch das war nur der Anfang.
Aus 1.000 Bestellungen wurden Tausende.
Und schließlich explodierte das Volumen auf bis zu 10.000 Bestellungen am Tag.
Nicht in zehn Jahren.
Nicht mit Hunderten Millionen Dollar Startkapital.
Nicht mit einer riesigen amerikanischen Organisation.
Es begann mit fünf Menschen in einer Garage.
Mit einer Pressemitteilung, die größer war als alles, was wir zu diesem Zeitpunkt vorweisen konnten.
Mit einer Vision, die für vernünftige Menschen vollkommen unrealistisch klang.
Und mit einem Deutschen, der nach Amerika gegangen war, um den amerikanischen Markt zu erobern, ohne Englisch zu sprechen.

Wir hatten keine Sprache. Aber wir hatten eine Stimme.

Die Experten hätten wahrscheinlich gesagt:
Lerne zuerst Englisch.
Baue zuerst ein erfahrenes US-Team auf.
Sichere dir zuerst den Handel.
Warte auf den richtigen Zeitpunkt.
Fang kleiner an.
Versprich nicht 30.000 Consultants, wenn du noch aus einer Garage arbeitest.
Doch wenn wir immer gewartet hätten, bis wir bereit waren, hätten wir niemals begonnen.
Wir waren nicht bereit.
Wir waren überzeugt.
Das war stärker.
Covid hatte unseren ersten Plan zerstört.
Also bauten wir einen neuen.
Der Handel hatte uns die Tür nicht geöffnet.
Also bauten wir unsere eigene.
Wir hatten kein riesiges Warehouse.
Also begannen wir in einer Garage.
Ich sprach kein Englisch.
Aber die Geschichte der Olivenbäume brauchte keine perfekte Aussprache.
Sie brauchte Menschen, die verrückt genug waren, an sie zu glauben.

40 Bestellungen.
100.
200.
500.
1.000.
10.000 am Tag.

Aus einer Garage in Venice Beach wurde eine Bewegung.
Aus Consultants wurden Pioniere.
Und aus einem verrückten deutschen Olivenbauern wurde jemand, der tatsächlich begann, Amerika zu erobern.

 

Happy Birthday, OLIVEDA.